Zusammen laufen wir nach Namba, wo wir uns mit Yuji uns Izumi's Kollegin Mayu-San treffen wollen. Die beiden sagen aber ab, und so machen wir uns allein auf die Suche nach einem leckeren Restaurant. Ein Glück, inzwischen hat Izumi auch Hunger bekommen, also laufen wir ein Stück durch den Namba Walk und schauen, ob uns etwas zusagt. Izumi führt mich zu einem Restaurant, welches ganz bekannt für sein Okonomiyaki sein soll. Das ist eine Art dicker Pfannkuchen, in dem alles mögliche drin ist, vom Schwein über Fisch bis zu Gemüse. Das ganze wird auf dem Tisch serviert, der in der Mitte aus einer heißen Platte besteht, die von unten beheizt wird. Obendrein essen wir noch 焼きそば (gebratene Nudeln), und etwas, wovon wir beide nicht wissen, was es ist. Egal, auf dem Bild sieht es lecker aus - wir sind typische Opfer der Werbung. Hmm, schmeckt etwas knorpelig. Die Kellnerin weiß auch nicht, was sie uns da eigentlich gebracht hat, aber auf Nachfrage beim Chef erfahren wir, daß wir gerade Hühnerleber essen. Ist zwar nicht schlecht, aber auch nichts, was man regelmäßig bräuchte.
Das Essen ist insgesamt ausgesprochen lecker - aber vielleicht bin ich auch voreingenommen und bringe eine gewisse Grund-Euphorie für alles japanische mit. Wir lassen es uns schmecken und vergessen beim Ratschen die Zeit. Plötzlich merken wir, daß es schon 10 Uhr ist - eigentlich noch nicht so spät, aber in einer so großen Stadt sind die Heimwege immer etwas länger und zeitaufwändiger (außer wenn man so günstig gelegen wohnt, wie ich!). Nach einem leckeren Mahl und einem freudigen Wiedersehen trennen sich unsere Wege also wieder. Izumi fährt mit der U-Bahn und der JR nach Hause, und ich trete wie gewohnt meinen Nachhauseweg zu Fuß an.
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